Burschenschaft
Germania
Erlangen

News

Europameisterschaft 2016
10/06/2016

Während der EM 2016 übertragen wir natürlich alle Spiele live und laden euch herlich dazu ein besonders unsere Nationalelf mit uns anzufeuern!

Sommerfest
03/07/2016

Zu unserem Sommerfest am Sonntag, den 3. Juli, laden wir euch ein, ab 14 Uhr mit uns zu grillen.

Essen und Getränke werden von uns für einen kleinen Unkostenbeitrag gestellt.

 

Wir freuen uns auf euer Kommen!

Semesterabschlusskneipe
16/07/2016

Wir feiern zusammen das Ende des Sommersemesters 2016 in Form einer studentischen Kneipe.

Beginn der Semesterabschlusskneipe ist um 20:15 Uhr.

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Wer wir sind

Die Burschenschaft Germania zu Erlangen besteht seit dem Jahr 1827 und stammt somit aus einer Zeit, in der die Einführung einer demokratischen Verfassungsordnung nach heutigen Maßstäben noch in weiter Ferne lag. Von Beginn an sind wir für Freiheit und Demokratie eingetreten. Heute engagieren wir uns für ein von freiheitlichem Denken und von Toleranz geprägtes Deutschland, das im Rahmen der Europäischen Union für Frieden und Freiheit eintritt und wenden uns gegen radikale Bestrebungen von links und rechts, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.
Entsprechend unserer burschenschaftlichen Tradition bekennen wir uns zur Bestimmungsmensur und zum Farbentragen. Das Lebensbundprinzip verbindet uns in lebenslanger Freundschaft.
Ein wichtiges Anliegen ist uns, unsere jungen Bundesbrüder dabei zu unterstützen, ihr Studium zielorientiert durchzuführen und erfolgreich abzuschließen. Unsere Burschenschaft hat über 200 Mitglieder jeden Alters. Daraus resultiert ein weit verzweigtes akademisches Netzwerk, welches nicht nur im Studium dem Einzelnen viele Möglichkeiten eröffnet, sondern auch dem beruflichen Einstieg und Fortkommen dienen soll.

Mit verschiedenen Veranstaltungen wie diversen Festen und Feiern, Ausflügen, aber auch Vorträgen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft im Rahmen der Vortragsreihe „Collegium Germania“ halten wir auch unsere bundesbrüderliche Freundschaft aufrecht.

Mit den Burschenschaften Teutonia Jena, Germania Tübingen, Teutonia Kiel, Gothia Königsberg zu Göttingen und Allemannia Heidelberg bilden wir das Süddeutsche Kartell. Diese Verbindungen stehen uns genauso nahe wie unsere Burschenschaft.

Unsere Burschenschaft gliedert sich in Aktive, Inaktive und Philister. Zu Beginn des Studiums organisieren die aktiven Mitglieder das Verbindungsleben und sind somit der wichtigste Bestandteil des Lebens auf unserem Haus. Nach der Aktivenzeit, als sogenannter Inaktiver, berät und unterstützt man die Aktiven tatkräftig. Nach erfolgreichem Abschluss seines Studiums steht man als Philister den jüngeren Bundesbrüdern gerne mit seinem Wissen und seiner Erfahrung hilfreich und kompetent zur Seite.

Falls du uns näher kennen lernen möchtest, melde dich über unser Kontaktformular oder schau doch einfach vorbei.

Wir freuen uns auf deinen Besuch.

 

 

 

Geschichte

5.2.1827

Gründung der Burschenschaft Germania
Aufspaltung der „Allgemeinen Erlanger Burschenschaft“ in die Arminia und die Germania.
Die „Alte Germania“ wird in der Gaststätte Strauss gegründet. Die Germania trägt ein schwarz–gold–rotes Band mit weißer Mütze. Die Mitgliederzahl bei der Gründung beträgt etwa 60.
Ihr Wahlspruch lautet: Freiheit, Ehre, Vaterland.

Germania Zirkel 256x248

12.12.1849

Wiederbegründungstag der Germania
Unter der Leitung des  Erlanger Studenten Reitmayr und des Jenenser Teutonen Muther wird am 12. Dezember 1849 die Germania mit Zirkel, Band und Wahlspruch der „alten Germania“ von 1827 wiederbegründet.

Germania Wappen 193x256

1861

Gründung des süddeutschen Kartells
Das Jahr 1861 ist ein bedeutsames Jahr für die Germanen. Die landesweiten Kontakte und Freundschaften der Germanen finden in der Gründung des „Süddeutschen Kartells“ ihren Höhepunkt. Ort der Gründung ist Eisenach. Das Freundschaftsbündnis zwischen Teutonia Jena und Germania Erlangen wird durch die Aufnahme von Allemannia Heidelberg, Germania Tübingen und Allemannia auf dem Pflug zu Halle (Mitglied bis 1872) erweitert. 1863 wird Teutonia Kiel Mitglied, im Jahr 1924 tritt mit Gothia Königsberg (heute zu Göttingen) die bisher letzte Burschenschaft ins Süddeutsche Kartell ein.

SK Wappen

2002

175 Jahre Burschenschaft Germania Erlangen
2002 feiert die Germania ihr 175-jähriges Bestehen. Mehr als 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland finden sich für vier Tage in Erlangen ein. Besonders einprägsam für die Erlanger Bevölkerung ist der Germanenumzug, welcher durch die Innenstadt führt. Angeführt werden die Wandersmänner und -frauen von den Chargen hoch zu Ross. In der Heinrich-Lades-Halle wird der Festkommers abgehalten. Festredner ist unter anderem der Bundestagsabgeordnete Dr. Fuchs. 

Germania Wappen 193x256

Geschichte der Burschenschaft Germania Erlangen

1.12.1817 Gründung der Allgemeinen Erlanger Burschenschaft
120 der 200 Erlanger Studenten gründen auf einem feierlichen Kommers am Wels die „Allgemeine Erlanger Burschenschaft“.

1825 Konstituierung einer Burschenschaft Germania Erlangen, in der Gaststätte Schwan

5.2.1827 Gründung der Burschenschaft Germania
Aufspaltung der „Allgemeinen Erlanger Burschenschaft“ in die Arminia und die Germania.
Die „Alte Germania“ wird in der Gaststätte Strauss gegründet. Die Germania trägt ein schwarz–gold–rotes Band mit weißer Mütze. Die Mitgliederzahl bei der Gründung beträgt etwa 60. Ihr Wahlspruch lautet: Freiheit, Ehre, Vaterland.

1827 – 1831 Liberal-politische Entwicklungen
Auf den Burschentagen zu Bamberg/Nürnberg (September 1827) und zu Würzburg (1829) wird die Germania von der „Allgemeinen Deutschen Burschenschaft“ als die einzige und allein berechtigte Erlanger Burschenschaft anerkannt.
Beeinflusst durch die Revolutionen in Frankreich, Polen und Belgien, manifestiert sich in der Germania die Idee einer demokratischen Republik in Deutschland. Nicht mehr nur die Einheit des Vaterlandes, sondern die Freiheit des Volkes, ob auf nationaler Grundlage oder nicht. Die Germania nimmt die radikale Richtung der Zeit auf, nämlich Reform durch Revolution, und sie ist bemüht, ihre Ideen „unter das Volk“ zu bringen. Die Politisierung des Bundes erfolgt durch Bindung an demokratische Parteien.
Im September 1831 in Frankfurt, legt die Burschenschaft Germania ein Bekenntnis ab als „eine politische Association gegen jedes illiberales Princip“.

27.5. 1832 Hambacher Fest
Es sollen ca. 40000 Teilnehmer, darunter viele Burschenschafter zu diesem Fest gekommen sein – eine Zusammenkunft der liberalen und radikal-demokratischen Parteien zum Zwecke einer großen politischen Demonstration für Freiheit und Demokratie. In der Einladung heißt es u.a. „…nicht gilt es dem Errungenen, sondern dem zu Erringenden, (…) dem Kampfe zur Abschüttelung innerer und äußerer Gewalt (…) für die Erstrebung gesetzlicher Freiheit“. Die Farben der Burschenschaft schwarz-rot-gold werden gleichsam das Symbol der nationalen, besser revolutionären Sache. Es wird folgendes beschlossen: „Die allgemeine deutsche Burschenschaft solle ihre Zwecke, Einheit und Freiheit Deutschlands auf dem Wege der Revolution anstreben“.

3.4.1833 Frankfurter Wachensturm
Etwa 20 Burschenschafter, Studenten der Universitäten Erlangen, Göttingen, Heidelberg und Würzburg scheitern mit ihrem Versuch in Frankfurt, am Sitz des Bundestages, den Startschuss für die Revolution zu geben, die ganz Deutschland erfassen sollte. Es beginnt nun eine neue Welle von Verhaftungen, Verfolgungen, Unterdrückungen und Verboten auch vieler, die längst von der Universität abgegangen sind. Es genügte einmal zu Burschenschaft gehört zu haben, um „Demagoge“ zu sein.
Die Erlanger Germania ist aufgelöst, nachdem am 14.6.1833 sämtliche Germanen verhaftet und nach München vor Gericht gebracht werden. Es ist das Ende der Alten Burschenschaft Germania.

26.4.1836 Nicht inhaftierte Germanen schließen sich dem Corps Baruthia an

Frühjahr 1848 – Spätsommer 1849 Märzrevolution
Deutsche Revolution – bezogen auf die erste Phase der Revolution des Jahres 1848 auch Märzrevolution genannt – vieler deutscher Staaten.

18.5. 1848 Konstituierung des ersten Deutschen Nationalparlaments in der Frankfurter Paulskirche. Folgende Erlanger Germanen wurden in diese Versammlung gewählt: Carl Heinrich, Wilhelm Hagen, Nicolaus Titus, Philipp Umbscheiden.

Es ist das Jahr bürgerlich-revolutionärer Erhebungen, angefacht von der französischen Februarrevolution. Am 28. 12. 1848 verkündet die Nationalversammlung die „Grundrechte des deutschen Volkes“. Altbundespräsident Roman Herzog aus seiner Rede anlässlich der Veranstaltung „150 Jahre Revolution von 1848 / 49“ in der Paulskirche zu Frankfurt: „1848 begann in Deutschland eine neue Zeit…. Das Jahr 1848 war nicht nur der bleibende Anfang der deutschen Demokratie – es war auch eine entscheidende Wendemarke auf dem Weg zum modernen, demokratischen Europa (…) Die `Paulskirche` ist das eine große Symbol für das Streben der Deutschen nach Einigkeit und Recht und Freiheit (…) der Fall der Berliner Mauer 1989 ist das andere (…)1848 gibt uns das Recht, mit Selbstbewusstsein zu sagen: Die demokratische Idee, die Ideen der Freiheit, der Menschen- und Bürgerrechte sind auch ein Teil der deutschen Tradition…“

Der Versuch, einen demokratisch verfassten, einheitlichen deutschen Nationalstaat zu schaffen, wird letztlich von überwiegend preußischen und österreichischen Truppen mit militärischer Gewalt niedergeschlagen.

12.12.1849 Wiederbegründungstag der Germania Erlangen
Unter der Leitung des  Erlanger Studenten Reitmayr und des Jenenser Teutonen Muther wird am 12. Dezember 1849 die Germania mit Zirkel, Band und Wahlspruch der „alten Germania“ von 1827 wiederbegründet.

1850-1860 Die Germanen ringen um die eigene Identität
Nach der gescheiterten Märzrevolution kommt es in den folgenden zehn Jahren in vielen deutschen Staaten zur sogenannten Restauration. Viele liberale Beschlüsse werden zurückgenommen, die alte Ordnung wiederhergestellt.
Auch die Germanen sind von den Repressalien betroffen. Da in dieser Zeit Studentenverbindungen als gefährliche Horte von Umstürzlern gesehen werden, versucht der Staat durch Verbote gegen sie vorzugehen. 1855 müssen sie auf Drängen des Senats und des bayerischen Ministeriums ihre burschenschaftlichen Farben ablegen. Diese Zeit ist unter den Verbindungsstudenten als Farbenverbotszeit bekannt. Man versucht, dieses Verbot kreativ zu umgehen. Um sich ihrer burschenschaftlichen Identität weiter gewiss zu sein, tragen die Germanen nun ein rot-weiß-grünes Band mit pfirsichroter Mütze. 
Auch um die politische Haltung innerhalb der Verbindung wird in dieser Zeit gestritten. Zwei unterschiedliche Strömungen innerhalb der Burschenschaft teilen die Germanen in Anhänger der burschenschaftlichen Ideale und Unterstützer des Corps-Gedanken.  Erstere wollen, dass ihre Mitglieder weiter politisches Engagement  zeigen, während letztere ein vertieftes Interesse an politischer Gestaltung ablehnen. Nach teils intensiven Debatten können sich die Anhänger der Burschenschaft 1858 durchsetzen.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts werden landesweit Freundschaften unter den Studierenden geschlossen. Dies führt 1854 zu einem offiziellen Freundschaftsbündnis zwischen Teutonia Jena und Germania Erlangen. Einer der Initiatoren des Bündnisses –Theodor Muther - ist auch einer der Wiederbegründer der Germania Erlangen.

1860 Rücknahme des Farbenverbots
Nach einem Jahrzehnt politischer Restauration werden in Deutschland vorsichtige Schritte hin zu einer Liberalisierung genommen. Verbote gegenüber den Burschenschaften werden stückweise gelockert. 1860 wird es den Germanen wieder gestattet, ihre ursprünglichen Farben zu tragen. Das schwarz-gold-rote Band wird wieder angelegt.

1861 Gründung des Süddeutschen Kartells
Das Jahr 1861 ist ein bedeutsames Jahr für die Germanen. Die landesweiten Kontakte und Freundschaften der Germanen finden in der Gründung des „Süddeutschen Kartells“ (SK) ihren Höhepunkt. Ort der Gründung ist Eisenach. Das Freundschaftsbündnis zwischen Teutonia Jena und Germania Erlangen wird durch die Aufnahme von Allemannia Heidelberg, Germania Tübingen und Allemannia auf dem Pflug zu Halle (Mitglied bis 1872) erweitert.  1863 wird Teutonia Kiel Mitglied, im Jahr 1924 tritt mit Gothia Königsberg (heute zu Göttingen) die bisher letzte Burschenschaft ins Süddeutsche Kartell ein. Seit seiner Gründung sieht sich das Süddeutsche Kartell  selbst als „Ein Bund an sechs Hochschulen“. Seine allgemeinen Grundsätze lauten: Vaterlandsliebe, Sittlichkeit, Wissenschaftlichkeit und unbedingte Satisfaktion.

1870/71 Reichsgründung
Für die Studentenverbindungen ist die Reichsgründung weiterhin ein zweischneidiges Schwert. Einerseits erfreuen sie sich an dem vereinten Deutschland, andererseits bleiben viele ihrer Kernforderungen – u.a. Gleichheit vor dem Gesetz, Allgemeines Wahlrecht, Redefreiheit, demokratische Regierungsform, Volkssouveränität – unerfüllt.

1874 Gründung des Eisenacher Deputierten Convents
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kommt es immer häufiger zu überregionalen Zusammenschlüssen unter den Burschenschaften. Die Gründung eines gesamtburschenschaftlichen Dachverbandes gestaltet sich in dieser Zeit um einiges schwieriger.
Der 1874 gegründete „Eisenacher Deputierten Convent“ ist der erste Versuch eines gemeinsamen Dachverbandes. Er steht von Anfang an auf tönernen Füßen. Da nur eine Minderheit der Burschenschaften dem Convent beitritt, und sich diese als nicht besonders kooperativ zeigen, besteht der Eisenacher Deputierten Convent nur auf dem Papier. Das Süddeutsche Kartell ist dem Convent nicht beigetreten.

1881 Gründung des Allgemeinen Deputierten Convents
Es kommt zur Gründung des Allgemeinen Deputierten Convents (ADC). Gründungsväter sind die drei Jenaer Burschenschaften, darunter Teutonia Jena.  Dieser Dachverband erweist sich durch die Festlegung von einigen wenigen, dafür verbindlichen Richtlinien lebensfähiger als sein Vorgänger. Einer der wichtigsten  Grundsätze des ADC lautet, dass „[man] das Prinzip der geistigen und studentischen Freiheit stets vertreten“ soll.
Die Mehrheit der deutschen Burschenschaften ist Teil des ADC. Die Germanen treten dem ADC, der sich 1902 in Deutsche Burschenschaft (DB) umbenennt, bei.

1888 Einweihung des Germanenhauses
Ein besonders prägendes Ereignis für die Germanen. Sie beziehen ihr eigenes Haus in der Universitätsstraße. Zuvor mussten die Germanen sich an verschiedenen Orten, unter anderem dem Gasthaus Strauß, treffen. Mit der Zeit wurden die Germanen der hohen Mietpreise der Lokalitäten sowie den ständigen Wanderungen zu entlegenen Orten überdrüssig. Daher beschließt man, sich in Erlangen nach einer räumlichen Konstante umzusehen. Fündig wird man an der neu errichteten Universitätsstraße. Nach zwei Jahren Bauzeit wird am 1. August 1888 das Germanenhaus feierlich eingeweiht. Die Festlichkeiten zum Einzug finden ihren Abschluss mit den würdevollen  Worten des damaligen Vorsitzenden: „Und zum Zeichen , dass hier von nun an die Heimat der Erlanger Germanen sei, wehe stolz im Winde auf der Zinne dieses Hauses unsere schwarz-gold-rote Fahne.“
Durch das Haus wird ein zentraler Mittelpunkt des burschenschaftlichen Zusammenseins geschaffen, der sich bis heute in der Identität der Germanen widerspiegelt. Es wird genutzt um verschiedene Festlichkeiten zu veranstalten. Darunter das alljährliche Stiftungsfest im Sommersemester sowie der Thomastag im Wintersemester, eine Tradition der Erlanger und Nürnberger Verbindungen. Unter den Verbindungshäusern in Erlangen hält das Germanenhaus eine besondere Stellung inne: Es ist das älteste Verbindungshaus der Stadt.

1892 Freundschaft mit Arminia Prag
Mit der Burschenschaft Arminia Prag (heute zu Bochum) wird 1892 ein Freundschaftsbündnis eingegangen.

1914-1918 Erster Weltkrieg
Der Erste Weltkrieg hat weite Auswirkungen auf das burschenschaftliche Zusammenleben der Germanen. Das Germanenhaus wird in dieser Zeit zum Lazarett umfunktioniert und dient der Versorgung und Pflege verwundeter Soldaten. Die wehrfähigen Germanen werden an die Front geschickt. 63 von ihnen fallen im Krieg oder werden vermisst.

1919-1933 Die Weimarer Republik
Nach dem Sturz der Monarchie wird die Demokratie in Deutschland Staatsform. Die Germanen begrüßen die neue politische Verfassung, welche ihren Bürgern umfassende Freiheiten erlaubt. Um ihrer Verbundenheit zur Weimarer Republik Ausdruck zu verleihen, tragen sie schwarz-rot-goldene Abzeichen. Ebenso missbilligen sie offizielle parteipolitische Betätigung zu Gunsten extremistischer Parteien.

1934  Gleichschaltung der Studentenverbindungen
In der Zeit des Nationalsozialismus haben die Burschenschaften um ihre innere Souveränität massiv zu kämpfen. Der Druck der Nationalsozialisten auf die Burschenschaften nimmt zu. Im Zuge der Gleichschaltung wird ein Parteimitglied der NSDAP als Vorsitzender der Deutschen Burschenschaft installiert. Alle Mitglieder der Deutschen Burschenschaft sollen sich vollkommen in den Dienst des NSDStB stellen. Der  sogenannte „arische Nachweis“ wird von den Bünden verlangt. Wer Mitglied einer Studentenverbindung werden will, muss nachweisen können, dass er und seine Ahnen „deutsch und blutrein“ sind. Das gesamte Süddeutsche Kartell stellt sich gegen den Beschluss. Als Folge dessen treten die Germanen erstmals aus der Deutschen Burschenschaft aus und versuchen durch Mitgründung der Alten Burschenschaft (1934-1935) sich gegen die Vereinnahmung durch die Partei zu stellen.

1935 Auflösung der Germania
Von den Nationalsozialisten wird festgelegt, dass die Mitgliedschaft in einer Studentenverbindung unvereinbar mit der Mitgliedschaft in der NSDAP ist. Der Griff der Nationalsozialisten in das Privatleben geht noch tiefer. Sie fordern im gleichen Jahr von den Bünden der Deutschen Burschenschaft, ihre Mitglieder im Sinne des NSDStB zu erziehen. Juden und Freimaurer dürfen nicht mehr in einer Burschenschaft aktiv sein. Als Reaktion darauf legen die Mitgliedsbünde der Deutschen Burschenschaft am 18.  Oktober 1935 ihre Fahnen nieder, sie lösen sich auf. Das Süddeutsche Kartell beschließt am Folgetag, dass es inoffiziell weiter besteht.

1935/36 Auflösung der Burschenschaft Germania
Ebenso beschließen die Germanen am 3. November 1935 einstimmig, dass ihr Bund  weiter bestehen soll. Durch dieses Verhalten stehen Repressalien an der Tagesordnung. An die Erlanger Verbindungen ergeht ein Ultimatum, sich bis zum 31. Januar 1936 aufzulösen und den Beitritt zum NSDStB zu beantragen.
Die Germanen überreichen am letzten Januartag den NSDStB-Verantwortlichen ihre Auflösungsurkunde. Dennoch halten die Germanen an einem Weiterbestehen ihres Bundes fest. Unter höchstmöglichen Vorsichtsmaßnahmen wird das burschenschaftliche Zusammenleben im Untergrund geführt; es werden weiter Mensuren geschlagen und auch neue Mitglieder aufgenommen.

1939-1945 Zweiter Weltkrieg
Da die Studentenverbindungen aufgelöst werden, nehmen die Germanen unter dem Deckmantel der „Kameradschaft Wilhelm Gustloff“ ihren Aktivenbetrieb wieder auf. Damit kann auch in der Zeit des Krieges das Verbindungsleben weitergeführt werden. Erst als im Wintersemester 1943/44 ein Spitzel des NSDStB die Germanen verrät, müssen sie sich erneut auflösen. Als 1944 die Universität Erlangen geschlossen wird und alle wehrfähigen Studenten zum Dienst an der Waffe verpflichtet werden, kommt das waffenstudentische Leben in Erlangen endgültig zum Erliegen. Auch die Germanen werden verpflichtet, 55 fallen im Krieg, 14 werden vermisst. Das Germanenhaus dient im Krieg wie schon im Ersten Weltkrieg als Lazarett. Auf Drängen der Nationalsozialisten soll das Germanenhaus auf die NSDAP überschrieben werden. Eine Verzögerungs- und Hinhaltetaktik seitens der Germanen verhindert bis zu Kriegsende eine Übertragung des Hauses an die Partei.

1945-1950 Wiederbegründung nach dem Krieg
Zwischen 1945 und 1947 dient das Germanenhaus dem stationierten US-Militär als Versammlungshaus. Von 1947 bis 1954 nutzt zudem die Universität die Räumlichkeiten für Seminare ihrer Juristischen Fakultät. Am 11. Dezember 1954 können die Germanen den Wiedereinzug feiern.
Nach dem Ende des Krieges legen viele Verbindungen ihre Farben wieder an. Am 18. September 1947 wird die Germania als Amicitia wiederbegründet. Die Bezeichnung Amicitia wählt man aus, da man fürchtete, dass die Benennung Germania, auf Grund der Erfahrungen im Dritten Reich, missverständlich und zu den Ungunsten der Germanen ausgelegt werden könnte. Noch im gleichen Jahr erfolgt die Anerkennung der Verbindung durch den Erlanger ASTA und des Universitätssenats. Waren die Mützen der Germanen 1947 noch in Rot gehalten, ändert sich das Kopfcoleur im Sommer 1950 zu der bis heutige gültigen weißen Farbe. Ein Jahr später wird die Amicitia offiziell als Burschenschaft Germania weitergeführt.
Ebenfalls im Jahr 1950 begründen sich die Deutschen Burschenschaft und das Süddeutsche Kartell wieder. Beiden gehört Germania Erlangen wieder an. 

1953 Die Mensur auf dem Prüfstand
In der Zeit der jungen Bundesrepublik wird diskutiert, ob das akademische Fechten noch als zeitgemäß betrachtet werden kann. Ausgelöst wird der Disput durch den Göttinger Mensurprozess von 1951. Ein Waffenstudent wurde wegen Schlagens einer Mensur angeklagt. Der Streit um die Bestimmungsmensur erreicht den Bundesgerichtshof. In seinem Urteil vom 29. Januar 1953 wird die Bestimmungsmensur für straffrei erklärt. Da die Mensur nach festen Regeln verläuft und die dabei verwendeten Schutzwaffen keine tödlichen Verletzungen zur Folge haben, darf das akademische Fechten weiterhin praktiziert werden. Ausgenommen von dieser Rechtsprechung bleiben sogenannte Ehrenhändel und Duelle mit Schusswaffen.  Diese beiden Waffengänge lehnen die Germanen ebenfalls ab.

1962 Errichtung des ersten Wohnheims
Im Jahr 1962 / 63 wird das Germanenhaus ein weiteres Mal umgebaut, um den Bedürfnissen der Erlanger Studenten gerecht zu werden. Erstmals können die Studenten auch dauerhaft auf dem Haus wohnen. Das Germanenhaus bietet Wohnraum für mehr als ein Dutzend Studenten. Dazu kommen noch weitere Räumlichkeiten wie eine Bibliothek, ein Studierzimmer sowie eine komplett ausgestattete Küche.

1971 Austritt aus der Deutschen Burschenschaft
Das Verhältnis der Germanen zur Deutschen Burschenschaft verschlechtert sich in den 1960er Jahren zunehmend. 1971 fasst die Deutschen Burschenschaft einen folgenschweren Entschluss. Sie stellt in ihrem Historischen Kompromiss den Mitgliedern die Bestimmungsmensur frei und erlaubt Burschenschaften aus Österreich den Beitritt in die Deutschen Burschenschaft. Da sich die Germanen dem pflichtschlagendem Prinzip tief verbunden fühlen, treten sie aus der Deutschen Burschenschaft aus. Auch die Mitgliedsbünde des Süddeutschen Kartells verlassen in der Folgezeit die Deutschen Burschenschaft. Seit dieser Zeit gehören die Germanen keinem übergeordneten Dachverband mehr an.

1990  Kontakte nach Jena
Nach dem Mauerfall gründen sich in den neuen Bundesländern die verbotenen Studentenverbindungen wieder. Durch die Verbindung zu Teutonia Jena werden Kontakte zur neugegründeten Jenensia Jena aufgebaut. Auch hier leisten Erlanger Germanen Unterstützung beim Aufbau des Aktivenbetriebs. Trotz tatkräftiger Mithilfe muss Jenensia Jena sich 2003 vertagen.

30.5. – 2.6.2002   175 Jahre Burschenschaft Germania Erlangen
2002 feiert die Germania ihr 175-jähriges Bestehen. Mehr als 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland finden sich für vier Tage in Erlangen ein. Besonders einprägsam für die Erlanger Bevölkerung ist der Germanenumzug, welcher durch die Innenstadt führt. Angeführt werden die Wandersmänner und -frauen von den Chargen hoch zu Ross. In der Heinrich-Lades-Halle wird der Festkommers abgehalten. Festredner ist unter anderem der Bundestagsabgeordnete Dr. Fuchs.

26.6.2012 Einweihung des neuen Wohnheims mit 56 Appartements
Kurz vor dem 125-jährigen Bestehen des Germanenhauses beschließen die Germanen, das Haus ein weiteres Mal umzubauen. Daher wird das ans Haus angegliederte Wohnheim abgerissen, die alte Fassade des Germanenhauses von 1888 teilweise wiederhergestellt.  Die Einweihung erfolgt in Anwesenheit des Oberbürgermeisters der Stadt Erlangen, Dr. Balleis. Das Wohnheim steht allen Studentinnen und Studenten der Universität Erlangen-Nürnberg offen, unabhängig von einer Mitgliedschaft bei unserer Burschenschaft (Die Grundsteinlegung erfolgte am 28.5.2011, die ersten Mieter konnten am 15.12. 2011 einziehen).

2015 - 200 Jahre Urburschenschaft
Im Jahr 1815 gründeten Studenten in Jena die erste Burschenschaft. Im Sommer 2015 wird daher in der Lichtstadt ein Fest zu Ehren der Urburschenschaft gegeben. An den Feierlichkeiten nimmt das ganze Süddeutsche Kartell, wie auch viele andere Burschenschaften aus ganz Deutschland, teil. Für das Süddeutsche Kartell ist es der Auftakt einer Reihe besonderer Jubiläums-Stiftungsfeste. In den kommenden Jahren werden Germania Tübingen (2016) und Teutonia Kiel (2017) ebenfalls ihr 200-jähriges Bestehen feiern.

Die Germanen heute
Die Burschenschaft Germania blickt auf eine ereignisreiche Geschichte zurück. Sie ist stolz auf ihre demokratischen Wurzeln, ihre Ideale und auch, dass sie mit knapp 190 Jahren immer noch aktiv ist und aktiv bleibt. Mit ca. 200 Mitgliedern, darunter derzeit 25 Aktive, ist die Germania eine der größten Verbindungen Erlangens. Ein steter Zustrom an interessierten Studenten zeigt, dass Burschenschaften auch im 21. Jahrhundert einen Platz in unserer pluralistischen Gesellschaft haben.

Ausblick

2017 - 190 Jahre Germania Erlangen
Im Sommer 2017 wird die Burschenschaft Germania ihr 190-jähriges Bestehen feiern.

Unser Haus

  • Haus-Ansicht Front
  • Haus-Eingangshalle Tür
  • Haus Treppe
  • Haus-Kneipe
  • Haus-Billardtisch
  • Haus-Großer Saal
  • Haus-Lesezimmer
  • Haus-xxx
  • Haus-xxy

Zimmer frei

Auf unserem Haus vermieten wir zehn Zimmer. Die Mietpreise betragen je nach Zimmergröße zwischen 130 € und 260 €. Außerdem besitzen wir noch ein Wohnheim mit 54 Studentenappartments; diese kosten je nach Größe
350 € bis 480 €.

  • Zimmer Dachgeschoss Ansicht 1

    Zimmer-3
  • Zimmer Dachgeschoss Ansicht 2

    Zimmer-4
  • Zimmer Dachgeschoss Ansicht 3

    Zimmer-2
  • Bad auf dem Haus

    K800 6
  • Zimmer Wohnheim

    Zimmer-1
  • Kochzeile Zimmer Wohnheim

    K800 8
  • Bad Zimmer Wohnheim

    K800 9

Kontakt

Burschenschaft Germania
Erlangen

Universitätsstraße 18
91054 Erlangen

Telefon: 09131/97 90 51 6

Benutze am Besten gleich unser Kontaktformular, um uns deine Fragen und Anregungen mitzuteilen.

Allemannia Heidelberg
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Germania Tübingen
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Teutonia Jena
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Teutonia Kiel
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Gothia Königsberg
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